Nichteisenmetalle

Nichteisenmetalle sind Metalle oder Metall-Legierungen, bei denen Eisen nicht als Hauptelement bzw. bei denen Reineisen nicht über 50 % enthalten ist. Beispiele hierfür sind Kupfer, Aluminium, Zink, Bronze oder Messing.

Ausscheidungshärten

Durch das Ausscheidungshärten kann die Härte und die Festigkeit von Aluminium-Legierungen um bis zu 300 MPa erhöht werden. Das Prinzip beruht auf der Abscheidung von metastabilen Phasen, welche Hindernisse für Versetzungsbewegungen darstellen. Der Prozess besteht meistens aus Lösungsglühen mit darauffolgenden Auslagern.

Lösungsglühen

Beim Lösungsglühen werden die Werkstücke so lange erwärmt und auf Temperatur gehalten, bis sich alle zur Abscheidung nötigen Elemente in Lösung befinden. Anschließend erfolgt ein Abschrecken der Teile im Wasser. Nach dem Abschrecken sind die Teile (je nach Legierung) eine bestimmte Zeit lang umformbar. Als nächster Prozessschritt werden die Werkstücke ausgelagert.

Auslagern

Durch das Auslagern erhalten die Legierungen ihre Endfestigkeit. Hierbei wird zwischen Kaltauslagern (bei Raumtemperatur) und Warmauslagern (erhöhte Temperatur) unterschieden. Welche Auslagerung die richtige ist, wird je nach Legierung und Kundenforderung entschieden.

Rekristallisationsglühen

Unter Rekristallisationsglühen versteht man ein Glühen von Aluminium in einem Bereich von 250 bis 350 °C nach einer Kaltumformung. Das Rekristallisationsglühen wird hauptsächlich zwischen den einzelnen Verformungsstufen beim Kaltwalzen bzw. -ziehen von verschiedenen Werkstücken durchgeführt.